Licht, Fleiß und Chemsex

Frohe Noises 2024! Etwas spät, zugegeben, aber es kommt von Herzen.
Trotz extrem schwieriger gesamt-gesellschaftlicher Umstände freuen wir uns auf das neue Jahr mit Euch. Es gibt ja Theorien, dass politische Kackzeiten sehr tolle Musik hervorbringen sollen.
An dieser Stelle wird gerne Punk ins Spiel gebracht. Oder Reggae. Oder Rock aus dem Geiste der 68er-Protestbewegung.
Nun, diese These tröstet uns insofern, als der Mensch für das politischen Unvermögen und der daraus resultierende Handlungsunfähigkeit seiner Alphatiere zumindest in den Subkulturen seine Wünsche und Bedürfnisse nach entsprechenden Richtungswechseln ansprechend artikuliert bekommt.

Geld & Gefühl

Tja, wie geht’s jetzt weiter?
Wer leiht uns Deutschen jetzt 60 Milliarden – wenn nicht wir selbst uns selbst?
Zu schade, dass ausgerechnet Peer Steinbrück als SPD-Finanzminister 2009 die Schuldenbremse eingeführt hat, nachdem er 2008 die Banken gerettet hatte, und die EZB zum Dank den Leitzins massiv angehoben hat.
Danke dafür.
Eigentlich war es eine kreative Idee von Scholz & Friends, das bereits selbst genehmigte Sondervermögen aka Kredit für Corona-Schieflagen in die Energie-Transformation dieses Staates zu stecken.

News Feed am Lake Felix

Liebe Leute! Hier kommt der vielleicht letzte Newsletter, der noch nicht von einem Chat-Bot geschrieben wird. Wobei: Stimmt nicht. Hans E. Platte schreibt seine launigen News auch immer noch von Hand. Und die Damen und Herren bei Audiolith oder Buback sicher auch. Insofern: Ein richtig schönes DIY-Arbeitsfeld, diese Independent-Label-Newsletter-Welt! Im angelsächsischen Raum lassen sich namenhafte Essayisten und Feuilletonisten mehr und mehr für ihre Newsletter im Abomodell bezahlen.
Deep Dive statt random an der Oberfläche herum zu klicken! Den liefern wir im Hause Staatsakt seit gut 20 Jahren für Umme. Na gut, mal mehr und mal weniger tiefgründig, und in erster Linie ja doch immer nur darauf erpicht, den Leser:innen ein paar schöne Produkte anzudrehen.

Kommunistenlibido

„Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk“, sangen Tocotronic im Jahr 1995 und in der Generation X fühlten sich alle Slacker*innen in ihrer provinziellen Kultur-Diaspora damals komplett abgeholt.
Die Berliner Liedermacherin Katharina Kollmann nennt ihr Musik-Projekt fast 30 Jahre später Nichtseattle. Nach eben diesem Song. Nun, slacken heisst heute chillen, wobei die Zeit heute noch viel rastloser scheint als damals.

Auf den letzten Drücker

Der zweite Newsletter nach der Zeitenwende und die Ereignisse überschlagen sich weiter: Also wenn die deutsche Automobil-Regierung plötzlich ein 90-Tage-Ticket für 9 Euro für den öffentlichen Nahverkehr beschließt, dann muss die Situation wirklich sehr ernst sein. Und wenn Robert Habeck den erst besten Flieger nach Katar nimmt, erst recht.

Are you ready for a comeback?

Der Mann sind wieder da! Ja, wer hätte gedacht, dass sie je weggewesen sind.
Die Schwesterband der Türen, die 2014 ihr Debütalbum Wir sind der Mann herausbrachten und mit Menschen machen Fehler und Ich bin ein Mann durchaus ein paar Hits zu bieten hatte. Gemeinsam mit dem Maler Helmut Kraus und dem CGI-Mann Sebastian Kaltmeyer schufen sie einen bizarren Durchschnittsmann.

Hey Everybody

Hier brennt gerade die Hütte, darum nur schnell in Kurzform durchempfohlen, was Ihr bitte alles hören und kaufen sollt: