Hudey Hudey Dem Dem

Wir haben etwas Musik mitgebracht, die durchaus andockfähig ist, was feministische Diskurse angeht. Wobei es in diesen Songs vor allem um Beziehungsfragen und Ängste geht. Aber aus weiblicher Sicht erzählt. Mit Ausnahme von NITSCH am Ende, da geht’s eher um toxische Männlichkeit und Macho-Attitüde. Aber genau die macht diesen Tag heute ja so unverzichtbar! Vor allem die aus der ganzen Macho-Scheiße über Jahrtausende gewachsenen, immer noch real existierenden schreienden Ungerechtigkeiten: Wir denken an unbezahlte oder schlecht bezahlte Care-Arbeit, an Gewalt gegen Frauen, an permanente Unterdrückung, an ungleiche Karrierechancen oder an die in der Prekarität lebenden alleinerziehenden Frauen.

Do you love me when I’m dead?

Hier geht es schon wieder munter weiter: „Heavy duty, let’s work“. Ein typischer 90er Claim auf den T-Shirts von der Stange, die heute im Vintage-Laden locker 40 Euro kosten! Wir haben gleich zu Beginn dieses Letters noch einen viel schöneren Claim für Euch: Do you love me when I’m dead? Coming-Of-Age Herzschmerz-Wahnsinn im 90th Indierock-Style aus dem Ruhrgebiet! Hier kommt EAT THEM, meine Damen und Herren. Dahinter steckt der Musiker Johannes Hochmann, der bis zum heutigen Tag schon mehr als 20 Alben im Alleingang aufgenommen hat. Und keine Boomer-Angst, Johannes ist gerade mal Mitte 20, und hat schon im Alter von 14 angefangen Musik aufzunehmen, die er dann für seine Oma auf CDs gebrannt hat. Wenig später dann der eigene Bandcamp-Account. Nun erscheint im Juni eine Art Best-Of-Collection aus den ersten 10 Jahren seines kreativen Schaffens: EAT THEM ALL!

Apocalypso

der sommer geht zu ende
und es wird zeit
den apocalypso zu tanzen
ein tanz
der sehnsucht und veränderung

die zeitenwende beschwörend
die katastrophe swingt mit
kann aber auch vermieden werden
vielleicht tänzeln wir daran vorbei
schlingeln uns durch
wie schon so oft

denken müssen wir
und tanzen
um nicht zu verknoten
mit dem ressentiment
und dem kapital

staying with the trouble

Ende der Welt – 2 Buchstaben verschwunden!

Herzlich willkommen im handgetippten Bereich der Welt. „Wir haben Dir was mitgebracht, diese Schmerzen, musst Du teilen“, um an dieser Stelle auch mal die wunderbaren JaKönigJa aus Hamburg zu zitieren.
Den Anfang macht heute NITSCH aus München. Dabei lässt sich nicht mit Gewissheit sagen, ob NITSCH nun ein Solo-Artist ist, oder ob es sich um ein Pop-Trio handelt.
Fakt ist: Niklas Mitteregger textet, singt und performt, Nick McCarthy schreibt die Musik und Emin Corrado produziert. Aber wie das am Ende auf der Bühne oder Bandfotos aussehen wird, weiss heute noch niemand.