It’s ok, weil is ok
Habt Ihr schon mal was von C.G.-Jung’scher Synchronizität gehört? Von Alpha und Omega?
Von Ying und Yang? Von Nazis und Neonazis? Vom Karma und von Karma Karma?
Vom Club der Pop-Deterministen, die immer alles auf Dylan oder die Beatles zurückführen müssen? Oder auf Blues oder Bach?
Gut. Dann wollen wir Euch nach diesem kleinem random Intro erstmal herzlich willkommen heissen in unserer neuen Ok-Masterclass!
So sang bereits vor zwei Jahren unsere liebste Münchener Bromance Band NITSCH den Song Is Ok, der zwar eigentlich vom Ende einer toxischen Beziehungskiste handelt, aber nun ja, wie das so ist im Pop, beim Grölen von U2’s Sunday Bloody Sunday denken die Feierwütigen ja auch eher an den Kater am Tag danach, als an den Nordirlandkonflikt im Jahre 1972. Aber hey, is ok!
Nun, fast zwei Jahre später erscheint endlich heute das NITSCH-Debüt-Album Bar Von Josefine, das einen Ort besingt, in dem sich Nachts im österreichischen Graz die Protagonist:innen ordentlich einen hinter die Binde kippen.
Die aktuelle Single trägt den Titel Pupillen, zu der unsere Praktikantin Agata Smith im Halbschlaf ein seht sehenswertes Video produziert hat. Das kann man nun hier und jetzt sehen:
It’s ok heisst nun auch die neue Single des Leipziger Musikers fastmusic, der auf seinen Aufnahmen wie ein Seelenverwandter von Arthur Russell und Connan Mockasin klingt.
fastmusic spricht lieber über Musik aus Mali oder von einem mystischen Ort in Frankreich, an dem er seine Songs geschrieben hat.
Das aktuelle Video hat er am Pool seines Chefs gedreht. Er durfte dessen Haus während der Urlaubszeit hüten. fastmusic wohnt ansonsten in einem Bauwagen, irgendwo in der Nähe von Leipzig. Was man sich als entspannter Musiker und Gelegenheitsjobber in diesen Zeiten so kurz vor den neuen Grenzen der neuen Festung Deutschland so noch leisten kann.
Sein fantastisches Debüt-Album I want to love, and I love erscheint schliesslich am 04.10.2024.
Bilder vom Pool gibt es hier:
Von einem Pool in Ostdeutschland ins urbane Getümmel der Stadt Wien mit seinen vielen Beziehungen und Bezirken. Hier lebt Paul Buschnegg und seit einigen Jahren betreibt er die Pop-Fluggesellschaft Pauls Jets. Wir hier in Berlin glauben, er ist der vielleicht tollste Songwriter, der gerade aus Wien heraus funkt. Die neue Single, die heute erscheint, trägt den Titel Didn’t make it und ist auch als eine Art Is-Ok Mantra zu verstehen. Paul Buschnegg selbst sagt zum Song:
„Harry Potter ist der Rockstar meiner Generation! Der ewige Außenseiter! Und plötzlich im Mittelpunkt einer geheimen, coolen Welt. Ein schüchterner Indieboy im Scheinwerferlicht. Der Song ist so etwas wie Harry Potter’s Song, wenn er bei den Dursleys geblieben wäre….“
Hier ein Lyric-Video mit Liveschnipseln und ganz vielen Indie Potters:
Wem das am Ende schon alles wieder viel zu ok ist, ja wer noch hadert mit sich und der ersten Stunde unserer OK-MASTERCLASS, dem empfehlen wir abschließend den neuen mindblowing Track von Felix Henkelhausen feat. Myka 9.
Myka 9 hat laut Hip-Hop-Lexikon mit mehr als 9000 das größte Vokabular im Hip-Hop, und war in den 90er Jahren in LA Mitgründer der legendären Freestyle Fellowship. Felix Henkelhausen ist gerade der vielleicht Tonangebende Bassist der jungen Berliner Jazz-Avantgarde.
So kommt hier nun alles gekrümmt in Raum und Zeit zusammen: Freejazz, Neue Musik, Hip-Hop, Polyrhythmik 90th right now und richtig schön straight auf die Fressse! Willkommen bei den Deranged Particles.
https://funinthechurch.bandcamp.com/album/deranged-particles
Die Themenklammer des Newsletters wäre damit am Ende komplett gesprengt, aber auch das ist selbstverständlich voll ok. Wenn es für Euch ok ist.
Wir sehen uns nächste Woche auf dem Reeperbahnfestival, vielleicht ja schon am Abend des 18.09. in der Locke über dem Pudel, wo wir mit unserer very okayen Pop-Bürogemeinschaft vom Humannplatz in Berlin einen Abend in der alten Hanse schmeissen. Die Musik wird gespielt von Josi Miller, Roof und Gereon Klug!
Und ach so, selbstverständlich ist jede einzelne Zeile in diesem Newsletter explizit gegen rechts geschrieben!
Nazis finden wir nämlich ganz und gar nicht ok!
Euer:
Staatsakt


