Aus die Maus!
Zugegeben, auf Donald Trump waren wir hier vorbereitet, aber das Aus der Ampel kam dann doch etwas überraschend.
Hatten tatsächlich geglaubt, unser aller liebste Schmierenkomödie „Die Ampel“ würde noch eine ganze Weile weiter laufen.
So wie die Schmierenkomödie im Weißen Haus ja jetzt auch endlich wieder weiter geht. The Weird & The Eerie. Staffel 2.
Wissentliche Ignoranz powered by Fox & X, und hier wie dort das politische Versprechen vom wirtschaftlichen Wachstum.
Doch wie soll das funktionieren, bei dem demographischem Gefälle in westlichen Industriestaaten, bei den steigenden Energiekosten, bei dem Klimawandel mit den Extremwetterlagen, die uns Jahr für Jahr nicht nur die Ernte verhageln werden!
Hierzulande schon eine ziemliche Farce, wie Union und FDP gerade nicht müde werden, Schröders Agenda 2010 als den letzten großen politischen Wurf in der BRD hochzujazzen.
Klar, eine zentrale Frage, die viele Politiker:innen seit einiger Zeit massiv beschäftigt: Wie bekommt man die arbeitslosen Menschen nur in die Bullshit-Jobs, die nicht nur keinen Spaß bringen, sondern obendrein auch noch schlecht bezahlt sind?!
Was den Ausbau der Festung Europa angeht, scheinen sich ja ansonsten alle Parteien von links nach schräg irgendwie einig zu sein.
Uns als Indielabel ist es jedenfalls schleierhaft, warum Spotify seit 10 Jahren die Lizenzen an uns nicht erhöht, den Preis fürs Abo-Modell aber schon. Und wie wir so entsprechendes Wachstum generieren sollen? Einfach noch mehr Musik raus hauen? Mehr Marketing? Also den Fans so richtig auf den Sack gehen? Ins Schlagerfach wechseln? So wie die ganzen deutschen Hip-Hopper?
Da kann die Initiative Musik jedenfalls am Ende nicht gegen anfördern.
Und das die Vinyl-Schallplatte inzwischen gut 30% mehr kostet als vor der Pandemie, von der Herstellung bis zum Endverkäufer, sorgt jetzt auch nicht gerade für einen Konsumrausch in unseren Reihen.
Aber, hey! Es geht munter weiter. Und wir freuen uns sogar!
Denn nach „Woanders“, dem legendären Thomas Brasch Tribut Album, erscheint im März 2025 endlich eine neue Masha Qrella Werkschau. Sie wird schlicht und einfach „Songbook“ heißen und zeigen, mit was sich diese tolle Künstlerin in den letzten Jahren musikalisch so beschäftigt hat. Los geht es heute mit dem Song Cool Breeze, der im Original von der Jeremy Spencer Group ist. Jeremy Spencer war einst Gitarrist von Fleetwood Mac und verschwand 1970 auf einer Tour in Los Angeles, um sich dort der Sekte „Kinder Gottes“ anzuschließen. Ja, schon damals komplett verrückt dieses Amerika.
Erst fünf Jahre später tauchte er wieder in England auf und 1979 erschien dann das Album, auf dem dieser schöne Song im Original zu finden ist.
Masha hat den Song einst für einen deutschen Film aufgenommen.
Die Produktionsfirma lehnte ihn schließlich ab. Wie gut nur, das bald ihr neues Album erscheint. Denn ihre Version ist umwerfend!
Im Video von Diana Näcke sehen wir eine Cartoon-Figur, die ausschaut wie eine Mischung aus Goofy, Clippy und Grisu, auf Brandenburgischen Feldern mit
Masha tanzen. Könnten wir uns hier gerade stundenlang anschauen.
Wir freuen uns ansonsten, im Song auch mal wieder Michael Mühlhaus am Rhodes-Piano zu hören.
Und aber hey! Bevor irgendwelche Leute jetzt wieder in stumpfen Antiamerikanismus verfallen, geplante Reisen absagen usw: Hört Euch lieber das neue Album von Thommy an: Lemme cook for you
Hier sehnt sich jemand im bayrischen Allgäu nach dem Funk aus L.A.
Der legendäre Berliner Rapper Fumanschu (M.O.R.) hat übrigens das Cover gestaltet.
Bei HHV gibt es eine exklusive Version im roten Vinyl.
Die Bernie Sanders Edition.
Ansonsten wünschen wir allen politischen Akteuren im deutschen Bundestag nun etwas Ruhe und Besonnenheit. Und wenn einer gerade mal so richtig laut lachen darf, dann ist das sicher Armin Laschet.
Konsumfreudige Grüße!
(Videos angucken und Musik streamen kost ja quasi nix!)
Euer:
Staatsakt


