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Die letzte Mail vor den Landtagswahlen der Anderen

Zurück aus der Sommerfrische und gleich wieder aufpassen, dass man nicht in irgendeine braune Scheiße auf seinem Gehweg tritt. Dabei fühlte sich letzte Woche alles noch so super entspannt an.

Naja, Urlaub halt. Das befristete Fürstentum der kleinen Leute.

Na, gleich mal ein paar windschiefe Werbe-Metaphern raushauen. Wir wollen hier schließlich etwas verkaufen!

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„Ereignisse haben manchmal Unrecht, die Zeitungen haben es nie“, dieses Zitat stammt natürlich von Kurt Tucholsky und damit hat er offenbar 1928 schon weitaus mehr über Fake News und seine Gefahren gewusst, als die meisten Menschen heute.

Wir freuen uns darum heute umso mehr, das endlich Robert Stadlobers Tucholsky-Vertonungen in Gänze herauskommen. Manch einem Kritiker gefällt Roberts Hut nicht, oder sie sehnen sich nach den berühmten Eisler-Vertonungen und finden es grundsätzlich verkehrt, Tucholsky so konsumerabel zu machen, dabei war Tucholsky ja selbst durchaus ein Mensch der Lebensfreude.

Stadlober & Tucholsky gibt es darum auch in rotem Vinyl (limitiert auf 100 Stück) bei HHV und in clear Vinyl, signiert von Robert Stadlober in 200er Auflage bei JPC.


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Wo wir schon bei den Leckereien sind: Lemme cook for you heißt das kommende, sensationell gute Album von THOMMY, formally known as FUSCHIMUSCHI. Für Menschen, die nicht nur wissen wer Thundercat ist, sondern auch Johnny „Guitar“ Watson im Plattenregal stehen haben.

Hier eine erste Single. Das Album kommt am 01.11! Auf Vinyl mit freundlicher Unterstützung der Meckatzer Brauerei.
Craft Bier sagen die jungen Leute heute dazu!


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Wem das alles – warum auch immer – zu bekömmlich ist, dem empfehlen wir das Avantgarde-Neue-Musik-Jazz Album Chants von TAU.

„Die Musik klingt wie live gespielter Aphex Twin“
– Der Assistent

Art-Director Markus S Fiedler hat nicht nur ein dystopisch schönes Cover dazu gemacht, sondern auch ein Video, das einem echt die Schuhe auszieht!


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Möglicherweise ist es hilfreich, sich vor dem Konsum seine Pupillen mit gewissen Substanzen zu weiten. Hierzu empfehlen wir die neue Single Pupillen von NITSCH, der Münchener Pop-Bromance, bevor wir uns fragen, ob wir das hier in bester Light my fire Manier nicht alles nur träumen:
https://www.youtube.com/@Nitsch-Music/


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Wenn ich träum heißt nicht zufällig, sondern journalistisch übergeleitet die neue Single unserer liebsten New Romantiker von Die Kerzen.
Die hat Der Assistent produziert. Darum taucht der auch schon da oben im Text auf.


Wenn man nun bei Google „Tucholsky“ und „Träumen“ eingibt, kommt man zu seinem Gedicht Träume, aus Der Weltbühne aus dem Jahre 1925, veröffentlicht unter seinem Pseudonym Theobald Tiger. In der zweiten Strophe heißt es:

Die hatten alle ein Glas, mit etwas, das schäumt.
Darauf stand: »Kochende Volksseele« – aber sie machten niemand naß,
und der Sturm blieb im Wasserglas.
Darauf kam ein Reichswehrgeneral mit einem Wehrpflichtprogramm;
da rissen sie alle die Knochen vor ihm zusamm‘.
Ich erwachte. Was war das gewesen?
In meinem großen ägyptischen Traumbuch ist zu lesen:
»Ihnen steht eine Republik ins Haus.«

Wir fahren jetzt erstmal nach Weimar und schauen uns am Abend die Premiere des Multimedia-Spektakels The Weird & The Eerie von Michael v zur Mühlen und Ghostdance (Thomas Köck & Andreas Spechtl) an.

Denn wer heute Tucholsky sagt, der muss wohl oder übel auch Mark Fisher sagen.

In diesem Sinne:
Bis nächste Woche!
Euer:
Staatsakt aus Berlin.

PS: Happy Releaseday auch an Lambert, der heute einen Soundtrack zu einem Film veröffentlicht, den es nicht gibt…