Chthuluzän

Das Ende des Anthropozäns scheint noch lange nicht in Sicht. Bzw: Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis das Anthropozän als Zeitalter überhaupt allgemein anerkannt sein wird.
So lange werden auf unserer Welt die crazy Frisurmenners von Trump bis Wilders alles daran setzen, andere Ursachen für den Zustand und die Probleme der Welt zu finden. Ausländer zum Beispiel. Möglicherweise sind diese Frisuren ja der Ausdruck einer toxischen Verweigerungshaltung.
Aber wie bewerten wir dann die Frisur von Alice Weidel?

Licht, Fleiß und Chemsex

Frohe Noises 2024! Etwas spät, zugegeben, aber es kommt von Herzen.
Trotz extrem schwieriger gesamt-gesellschaftlicher Umstände freuen wir uns auf das neue Jahr mit Euch. Es gibt ja Theorien, dass politische Kackzeiten sehr tolle Musik hervorbringen sollen.
An dieser Stelle wird gerne Punk ins Spiel gebracht. Oder Reggae. Oder Rock aus dem Geiste der 68er-Protestbewegung.
Nun, diese These tröstet uns insofern, als der Mensch für das politischen Unvermögen und der daraus resultierende Handlungsunfähigkeit seiner Alphatiere zumindest in den Subkulturen seine Wünsche und Bedürfnisse nach entsprechenden Richtungswechseln ansprechend artikuliert bekommt.

Mama, ich habe die Welt kaputt gemacht!

Wir verabschieden uns in unserer kleinen Nische aus unserem 20-Jahre-Jubiläumsjahr heraus mit drei schönen Video-Arbeiten. Zum einen gibt es etwas neues von Barbara Morgenstern, die sich bei der alten Suche nach den inneren Saiten, die auch ihre Musik in uns so schön zum klingen bringt, offensichtlich im Wald verlaufen hat.
Es gibt den fast obligatorischen, adventlichen Jahres-Abschiedsgruß vom Mac DeMarco der deutschen Comedy (Friedemann Weise).
Und es gibt endlich „Kapitalismus Blues Band – Der Film“. Das finale Machwerk unserer Haus- und Hofband. Erfahren wir also endlich, wie die Geschichte mit unserem Lieblings-KI-Regiesseur Patrick Wengenroth auf Markus S Fielders Festplatte zu Ende gegangen ist.

In anderem Licht

Während unserer Feierlichkeiten ist die Situation in Israel und dem Gaza-Streifen leider unfassbar eskaliert. Das hat uns natürlich ganz schön getroffen und die Stimmung unterwegs verständlicherweise getrübt. Zumal wir auch die zutiefst erschreckenden Bilder aus Berlin nicht fassen konnten: Davidsterne an Häusern und auf Gehwegen, antisemitische Pöbeleien, jüdische Kinder, die sich nicht mehr zur Schule trauen, ihre Väter, die es nicht mehr wagen, öffentlich die Kippa zu tragen: Und das fast 80 Jahre nach dem Holocaust!