Superspace?! Wow!
Da hat es diese Woche doch glatt unser good old BND geschafft, den Trump-Brothers für einen Moment die Show zu stehlen. Naja, strenggenommen waren es ein paar investigative Journalist:innen von SZ, NZZ und ZEIT, die herausgefunden haben, dass der BND offenbar schon 2020 gewusst haben will, das der Corona-Virus eben doch aus einem Labor in Wuhan entflohen, und nicht von irgendwelchen Fledermäusen auf den Menschen übergesprungen ist!
Das Kanzleramt hielt den Laborunfall wohl schon unter Merkel aber auch unter Scholz unter Verschluss. Allerdings muss man sagen, das es wohl nur mit einer 80-95% Wahrscheinlichkeit so ist! Man muss allerdings auch sagen, dass schon bei wesentlich geringeren Wahrscheinlichkeiten ganz andere mediale wie politische Fässer aufgemacht wurden. Ja, als ob wir in einer Kultur der belastbaren Fakten leben würden! Also wirklich.
Komplett irre, sich in diesem Kontext mal ein Stündchen auf der Plattform X aufzuhalten. Der Plot von einem geplanten Biowaffenangriff, der nur losgegangen ist, damit die noch viel schlimmere Biowaffe aka Impfstoff auf die Menschheit loszulassen. Mit unseren Steuergeldern!
Man liest dort überhaupt kein Mitgefühl mit den Menschen heraus, die zum Beispiel immer noch unter Long-Covid leiden! Ja, was diese Information wohl für diese Menschen bedeutet!
Abgesehen davon, das sich für uns alle die nächste Covid-Erkrankung gewiss noch viel stranger anfühlen wird…
Während wir diese Zeilen in den kommenden Frühling 2025 getippt werden, debattiert unser alter Bundestag gerade über die Lockerung der Schuldenbremse und das Sondervermögen für Infrastruktur, Sicherheit und Verteidigung. Derweil können sich Verbraucher:innen beim Discounter Norma schon schusssichere Westen:
oder einen Panikraum aus Panzerstahl kaufen.
https://www.norma24.de/de/p/bssd-defence-popup-panikraum-bs153-1158442
Vom Panikroom lieber in den Safe-Space. Der Schreiber dieser Zeilen hat zusammen mit dem Musiker und Produzenten Tom „Der Assistent“ Hessler darum ein neues Musikprojekt, eine Band, ja ein Superduo gegründet. Es trägt den Namen SUPERSPACE.
Der Name wurde – ohne es vorher zu wissen – aus der theoretischen Physik von John Archibald Wheeler in den Pop hinein gebeamt. Wheeler wäre sicher auch ein sehr guter Werbetexter geworden, denn vom ihm stammt nicht nur der Begriff SUPERSPACE, sondern auch der Bergriff der schwarzen Löcher.
Die Grundlage für das SUPERSPACE-Debüt-Album das Ende Juni erscheint, bildeten im Studio KI-Anwendungen der ersten Generation im Winter 2022/23. So gab es Lyrics vom erfolgreichsten Autoren unserer Zeit (ChatGPT) und mit dem Output als Input einmal alle Freemium-Vocal-KI-Versionen der ersten Generation durchgepromtet und geplündert!
Die Files daraus wurden dann später so, wie man früher mit Film-, Radio- oder Schallplatten umgegangen ist, weiter verarbeitet: als inspirierende Samplequellen.
Drumherum ist in endlosen Nite Flights eine uncanny wie trippy Musik entstanden, die nach einem Best-Of der 90er-Jahre-Elektronik klingt: Downbeat, Acid, Electro-Pop, House oder Ambient. In Kombination mit Sample-Quellen aus der KI lautet die zentrale Frage dieses Werks darum:
Ist das nun future oder retro?!
Vielleicht finden wir eine Antwort auf diese Frage beim Jedi-Meister Walter Benjamin:
„Die Geschichte ist Gegenstand einer Konstruktion, deren Ort nicht die homogene und leere Zeit, sondern die von „Jetzt-Zeit“ erfüllte bildet“.
Vergangenheit und Zukunft sind also immer präsent. Als Splitter vergangener und zukünftiger Möglichkeiten. Ist SUPERSPACE also JETZT-ZEIT-POP?! Mensch, klar, Alter! Da hätten wir uns den endlosen Simon-Reynolds-Retromania-Diskurs vor ein paar Jahren doch echt sparen können!
Daszu gibt es eine Art Sonic-Fiction-Mixtape auf Byte-FM mit dem schönen Titel Radio Superspace, in der monatlich alle möglichen Einflüsse in und zu SUPERSPACE verarbeitet werden!
Im Design zum Album führt uns der Berliner Künstler Markus S Fiedler zu den Anfängen eines globalisierten Digitalismus zurück: Windows-Media-Player, wolkige Bildschirmschoner, die erste Generation Photoshop (natürlich gecrackt!) und der Einzug von Modem und Maus in unser Haus.
Das Pop-Album erscheint nicht nur als Vinyl in chiquer Hologram-Folie verpackt, sondern auch als KiT, dem K-Pop-Format schlechthin. Ausserdem hat Kai Blankenberg in seiner Skyline Tonfabrik in Düsseldorf eine immersive Dolby-Atmos-Version des Albums gemischt und gemastert!
Ja, herzlich willkommen in Superspace Heaven 🎶. Sie scrollen gerade mit ihren Händen drin! Das Tolle an diesem SUPERSPACE, auch bekannt als Global Village, vermutlich am Ende wohl eher eine Art Cosmic Village, sind doch all die schönen Zufallsbegegnungen.
Das Tolle an diesem SUPERSPACE, auch bekannt als Global Village, vermutlich am Ende wohl eher eine Art Cosmic Village, sind doch all die schönen Zufallsbegegnungen.
So wie die junge Tanzgruppe um die Choreografin und Tänzerin Stella Neuner aus München, die mit ihren Friends die Idee eines kurzen Tanzfilms hatten, und im Internet dann über die passende Musik von fastmusic stolperten. Naja, solch fantastische Tänzerinnen stolpern natürlich nicht, sie tänzeln! So elegant wie beschwingt!
Herausgekommen ist mit der awesome power of enthusiasm ein fantastisches Video, das heute ebenfalls das Licht der Welt erblickt! Also unsere aller ganzer Aufmerksamkeit verdient!
Zu guter Letzt seien die gerade parallel stattfindenden Liveshows von Chris Imler empfohlen, der gerade als eine der besten One-Man-Shows überhaupt durch unsere Lande reist und sein aktuelles Album The Internet will break my heart vorstellt. Ja, einmal Rock-A-Billy-Acid-Electro auf Eis bitte!
Und wir freuen uns gerade tierisch für Felix Henkelhausen, der mit seinem unglaublichen Album Deranged Particles für den Deutschen Jazzpreis nominiert ist. Ja genau, das mit dem sagenhaft guten Markus S Fiedler Cover!
Ebenfalls nominiert aus dem Hause Fun In The Church für diesen gut dotierten Preis sind Erik Leuthäuser (Gesang), Maria Portugal (Drums), Nick Dunston (Saiteninstrumente) und Johannes Schleiermacher (Holzgebläse). Herzlichen Glückwunsch! Und auch wenn Fun In The Church nicht explizit ein Jazzlabel ist, ist es natürlich immer gerne AUCH ein Jazzlabel!
In diesem Sinne!
Euer:
Staatsakt in the church (in Superspace)



