The artist formally known as GroKo and a Songbook
Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des Staatsakt-Newsletters, dem unermüdlichen Organ unseres kleinen Pop-Betriebs.
Wir freuen uns heute mit Euch über das Erscheinen von Songbook, dem nach Woanders (2021) zweiten Masha Qrella Album auf unserem Label.
„Songbook“ ist eine Art künstlerische Bestandsaufnahme: Was in der Zwischenzeit im Leben dieser Künstlerin alles so passiert ist. Es ist aber genauso gut ein Album, das uns davon erzählt, was aus welchen Gründen auch immer eben nicht passiert ist. Ein Album mit Musik aus Wünschen und Träumen. So wie jede gute Popplatte.
So enthält Songbook zum Teil Songs die als Auftragsarbeiten für Film- oder Fernsehproduktionen gedacht waren, am Ende aber stumpf abgelehnt wurden. Naja, wir alle wissen, dass gerade die deutschen Fernsehentscheider:innen so gut wie überhaupt keine Expertise besitzen, was gute Musik angeht. Leider!
Was für ein Glück, dass Masha diese Songs doch produziert hat.
Sonst gäbe es dieses Album nämlich gar nicht!
Während Woanders noch heute wie das Vorzeige-Konzeptalbum schlechthin erscheint, wirkt Songbook weitaus wilder! Aber das Erstaunliche an Masha Qrella als Musikerin: Sie macht aus jedem Ausgangs-Material eine herzergreifende Musik. Und egal, ob es sich nun um Musik für die Bremer Stadtmusikanten oder Cover-Versionen von Whitney Houston, Queen oder Saint Etienne Songs handelt: Sie klingen am Ende alle wie Masha Qrella. Und damit komplett einzigartig.
Dabei war Songbook für sie am Ende sicher ein viel schwierigeres Album. Erstens, weil es nach einem Erfolgsalbum entstanden ist, und zweitens, weil es gar nicht so leicht ist, diese ganzen losen Fäden zu einem stimmigen Album zu verweben. Von all den nagenden Zweifeln ganz zu schweigen. Aber die sind ja eh immer anwesend….
Na, und sowieso sollten wir alle nicht vergessen, dass „Album“ am Ende ja auch nur „Sammlung“ bedeutet. Und so haben wir es hier definitiv mit einer äußerst gelungenen Sammlung von Songs zu tun!
Es gibt verschiedene Versionen dieses Albums. Für jeden Typ von Song-Sammler:in dürfte etwas dabei sein:
Und komplett crazy: CDs mit original Masha Qrella Autogrammen, ebenfalls bei JPC.
Was auch komplett verrückt ist: Nach Jahren der Verweigerung hat sich der kleine Staatsakt dazu entschieden, endlich einen Bandcamp-Account zu errichten.
Wer also gerne schwarzes Vinyl möchte, oder einen digitalen Download, dem empfehlen wir eben diesen neuen Account. Gerne abonnieren auch den Kanal!
https://staatsakt.bandcamp.com
Ja, und sonst? Während sich die Jugend fragt, ob Ski Aggu und Ikkimel nun ein Paar sind, fragen sich ihre Eltern abends vor Lanz, ob die geplante Ehe von CDU/CSU und SPD wirklich eine so gute Idee ist. So alternativlos sie auch gerade erscheinen mag. Und dieser Block der schlechten Laune mit 152 AfD-Abgeordneten im Bundestag ist wirklich ein grauenvolles Bild, an das wir uns wohl nie gewöhnen werden.
Massive Auswanderungspläne im ganzen Freundeskreis!
In diesem Kontext macht auch das Cover vom Mashas Songbook nochmal was auf, denn auf dem Bild rennt sie über einen Acker in Brandenburg!
Ja, wo rennt sie nur hin?
Rennt sie weg?
Zurück nach Berlin?
In ein anderes Land?
Zum nächstgelegenen Bäcker im 11 km entfernten Nachbardorf?
Zu einem Schallplattenfachgeschäft?
Ob es dort auch Robert Stadlobers Küsst die Faschisten-EP zu kaufen gibt? Dem Nachschlag zum Tucholsky-Songbook des letzten Jahres?
Ja, ist denn da überhaupt keine Vinyl-Ausgabe erschienen?
Nicht mal eine CD?
Zuckt mit den Schultern:
Euer Staatsakt



