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Traurige ­čśó Gesichter

Kann sich noch jemand an #ZeroCovid erinnern?! Diese verrückte Idee den Covid-19-Virus einfach komplett zu besiegen?! Wir haben uns damals dagegen entschieden. Naja, gefragt hat uns eigentlich keiner. Es hatte nur offenbar kaum wer Lust dazu, den ganzen Laden für vier (!) Wochen komplett runterzufahren. Und hey: So eine Inzidenz von 30 lässt sich doch problemlos nachverfolgen. Wir sind schließlich ein stolzer Beamtenstaat. Tja, das mit der Inzidenz von 30 ist nur leider so eine Sache. Der Virus hält sich einfach nicht dran. Trotz der Impfungen. Naja, gerade mal knapp 70% haben es bisher in Deutschland zur doppelten Impfung geschafft. Dass jetzt Stück für Stück öffentlich wird, das es wohl mindestens noch eine weitere, sogenannte Booster-Impfung braucht, kann man als gute und schlechte Nachricht lesen. Gut: Es gibt noch Hoffnung. Schlecht: Wir sind logistisch leider nicht ausreichend darauf vorbereitet. Es ist uns leider ein anstrengender und Medien-intensiver Bundestags-Wahlkampf dazwischen gekommen, der sich so gar nicht mit der Pandemie auseinandersetzen wollte.

Wie immer spielt der Faktor Zeit aber eine entscheidende Rolle im pandemischen Geschehen. Während diese Zeilen hier geschrieben werden, wird im Bundestag gerade darüber abstimmt den allgemeinen, pandemischen Ausnahmezustand zu beenden. Nun, aus juristischen Gründen ergibt das sicher Sinn. Wer hat schon Lust auf tausende von extrem nervigen aber juristisch begründeten Klagen aus Querdenkerhausen. Die Richter*innen diese Landes ganz sicher nicht.

Vom Wording natürlich trotzdem mehr als unglücklich, die Pandemie auf einem neuen Peak angekommen quasi für beendet zu erklären.

Tja, wo sind die guten Werbetexter*innen, wenn man sie wirklich mal braucht.

Die einzige Alternative zu #ZeroCovid scheint aus heutiger Sicht die Impfflicht zu sein. Also wäre wohlmöglich eine Alternative gewesen. Waren wir aber aus irgendeinem diffusen Freiheitsbegriff heraus nicht in der Lage das weiter anzugehen. Nazi- und Stasi-Deutschland ik hör dir trappsen. Nun ist es leider zu spät.

Tatsächlich muss man sich heute fragen, wie dieser Staat jemals so etwas wie eine Schulpflicht oder Führerscheinpflicht hat durchsetzen können.

So etwas wäre heute politisch doch gar nicht mehr möglich. Und zack, kommt auch schon wieder die #NoAfD um die Ecke und dreht den ehemals großen Volksparteien einen populistischen Strick draus. So braucht es gerade ausgerechnet eine wiedererstarke FDP, um dem überhaupt noch etwas entgegenzusetzen in diesem komplett beschissenen Kackgame.
Sorry für die vulgäre Entgleisung. Wir sind ja hier unter uns.

Düsseldorf Düsterboys

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Apropos: Vor vier Jahren erschien das Album Bmerica von Maurice & die Familie Summen. Kann sich noch jemand daran erinnern?! Zum Album gab es eine Tour mit großer Band mit viel Funk und Diskurs und dann auch schon wieder die Versenkung.

The Düsseldorf Düsterboys haben den Song Traurige Gesichter aus diesem Album gecovert. Ihre Version schlummerte für lange Zeit auf den Festplatten und wurde neulich beim Aufräumen wiederentdeckt. Und wow! Was für eine Wiederentdeckung! Und wie unfassbar gut dieser Song die Stimmung dieser schrecklichen Zeit transportiert. Auch wenn dieser Song aus einer komplett anderen Zeiten kommt. Naja, neu an der Krise ist ja vor allem der Virus, wie Andreas Spechtl neulich so schön in einem Interview sagte…

Hier kommen jedenfalls The Düsseldorf Düsterboys und ihre Version von Traurige Gesichter.


Ja, Panik

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Wo wir schon bei der Traurigkeit angelangt sind und gerade auch schon über den Spechtl sprachen. Am 26.11. erscheint endlich wieder DMD KIU LIDT der Gruppe Ja, Panik als Schallplatte. Der Titel ist bekanntlich ein Akronym für „Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit“. Aufmunternder Weise gibt es die Platte im roten Vinyl exklusiv bei HHV. Oder orange fürs sonnige Gemüt bei JPC. Oder einfach schwarz. Schwarz geht immer. Findet sogar Wolfgang Joop.

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DMD KIU LIDT – Sieht clear aus, ist aber orangenes Vinyl

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DMD KIU LIDT – Red Vinyl

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DMD KIU LIDT – Black Vinyl


Masha Qrella

Masha Qrella

Mensch, wie leitet man jetzt elegant von Wolfgang Joop zu Masha Qrella über? Am besten gar nicht erst versuchen.

Nächste Woche tritt Masha ein letztes Mal 2021 live auf. Im Babylon Berlin. Qrella singt Brasch.

Hier nochmal ein neues Video aus dem Woanders-Album. Das Video hat Diana Näcke gemacht, ermöglicht mit Geld von Goethe aus Moskau. Also das Institut.

Masha war neulich auch zu Gast in unserem Disposition-Podcast. Ein schönes Gespräch. Auch über Thomas Brasch.

Masha-Qrella-staatsakt-disposition

Wer möchte, kann sich übrigens hier unsere Playlist der in den Podcasts erwähnten Songs anhören.


Carl Schilde

Carl Schilde by Markus Kaesler staatsakt newsletter

Zu guter Letzt noch ein musikalischer Gruß aus Kanada. Dort lebt unser Freund Carl Schilde und nimmt dort heilsame Popsongs auf. Sein Album Europop, das mit Europop so viel am Hut hat wie die Ampel mit Sozialismus, erscheint am 05.02. auf Fun in the Church. Das werden wir hier bald noch ganz ausführlich unter die Lupe nehmen.

Aber müssen hier jetzt erstmal die Booster-Tinte nachfüllen!

Euer:
Staatsakt.