In anderem Licht

Während unserer Feierlichkeiten ist die Situation in Israel und dem Gaza-Streifen leider unfassbar eskaliert. Das hat uns natürlich ganz schön getroffen und die Stimmung unterwegs verständlicherweise getrübt. Zumal wir auch die zutiefst erschreckenden Bilder aus Berlin nicht fassen konnten: Davidsterne an Häusern und auf Gehwegen, antisemitische Pöbeleien, jüdische Kinder, die sich nicht mehr zur Schule trauen, ihre Väter, die es nicht mehr wagen, öffentlich die Kippa zu tragen: Und das fast 80 Jahre nach dem Holocaust!

Grunewald is burning

Wer kann sich noch erinnern? Im August 2022 brannte der Grunewald in Berlin lichterloh. Unter bis heute ungeklärten Umständen explodierten eingelagerte Böller und Bomben im Arsenal auf dem alten Sprengplatz mitten im Stadtwaldgebiet.
Die Türen waren zu der Zeit gerade in der Nähe von Angermünde beschäftigt mit ihrer Album-Produktion, als auch noch alle Fische in der Oder einen plötzlichen Tod starben. Von den vertrockneten Landschaften in der Uckermark ganz zu schweigen.
Eine ziemlich apokalyptische Grundstimmung also, die sie zu ihrem Song Grunewald is burning im zackigen No-Wave-Funk-Offbeat inspiriert hat.

The Never Acting Story

Wir grüßen alle Verstrahlten auf dem Fusion-Festival! Wir grüßen Oma die alte Umweltsau und wir grüßen ihre Enkelkinder von der Letzen Generation.
Wir grüßen alle Splittergruppen von links nach schräg! Wir grüßen Menschen mit und ohne Gender-Sternchen. Menschen mit Gitarren und Menschen mit einem Bier in der Hand. Wir grüßen Otto Walkes und Ski Aggu!
Wir grüßen unseren neuen Berliner Bürgermeister und wir grüßen alle Funktionäre beim DFB. Wir grüßen Markus Lanz und Sandra Maischberger.
Wir grüßen die FAZ und die Konkret. Die ARD und Disney+.
Das hier geht uns alle an, denn es geht verdammt nochmal um unseren Lebensraum, die Biosphäre, der Grundlage allen Lebens!
Was hier wie entspannter Terra-X-ZDF-Doku-Sprech klingt, müsste eigentlich klingen wie der Sänger von Napalm Death!

Liebes Hamburg!

Wir kommen Dich besuchen! Und zwar am kommenden Samstag, den 01.04.2023. Im Golden Pudel Club. Ab 20:00Uhr. Dort wo Campino sonst so rumhängt, wenn er nicht gerade den Steinmeiers hello sagt. Und Captain Rüftata110 sich am Abend genüsslich ein Pfeifchen ansteckt.

Wir sind unter anderem YELKA, das neue krautige Postrock-Trio um Daniel Meteo, Yelka Wehmeier und Obi Obermaier. Sie sind fest entschlossen in den nächsten 3 Jahren 10 Alben heraus zu bringen. Das wollen sie erreichen mit all der Energie, die sie sonst hier ins Internet verschwenden würden! Sie wollen diese Kraft lieber konsequent im Studio in neue Musik stecken und mit uns teilen. Live. Und auf Schallplatte.

Tatütata!

Mitten hinein in den Berlinale-Dschungel. Wobei, das kennen die Hamburger oder Münchener ja alle gar nicht. Also wie hier in Berlin nach überstandener CTM erstmal die BERLINALE alles überstrahlt.
Aber sei es drum, gerade der deutsche Film kann immer gut etwas roten Teppich gebrauchen, der dieses Jahr übrigens aus alten Fischernetzen besteht!
Von hier gibt es diese Woche jedenfalls zwei sehr schöne Themen aus unserer kleinen Kirche zu vermelden! (Fun In The Church)
Zum einen die unfassbare KID BE KID, die Berliner Human-Beatboxerin, Sängerin und Keyboarderin die, also wenn diese Welt nicht komplett bescheuert, na gut, die Welt ist komplett bescheuert, aber dennoch… also unserer Meinung nach wird KID BE KID ihre Marke und Reichweite die nächsten Monate extrem vergrößern!