Wunder, Form und Melancholische Hügel

Wir sind gesund und munter vom Reeperbahnfestival zurückgekehrt und haben dort mit Festivalbefürwortern und Gegnern gesprochen. Oder um den alten Bluesrocker Sokrates zu zitieren: Was es alles gibt, was ich nicht brauche! Trotzdem hätten wir Sokrates vor gut 2500 Jahren ganz sicher auch auf dem Universal Music Empfang gesehen!

Ansonsten beglückwünschen wir Jens Spahn von der Schlagerrockband Die Union zu seiner brillanten Idee – Achtung Ironie! – das rechte Spektrum einfach weiter in die Mitte zu schieben! So wird rechts im Handumdrehen zur neuen Mitte und links rückt noch weiter ins verfassungsfeindliche Extrem. Eben… alles nur eine Frage der Einstellung.

Forma Pop und Sufi Dub

Mit großer Freude verkünden wir im Herbst der Reformen das Comeback der legendären Sufi Dub Brothers.
Ashraf Sharif Khan und Viktor Marek veröffentlichen heute die erste Single aus ihrem am 28.11.2025 erscheinenden zweiten Album The Return Of Sufi Dub Brothers.

Wir freuen uns sehr über dieses tolle Video von Timo Schierhorn und genauso sehr auf die geplanten Sufi-Dub-Liveshows heute Abend in Köln (Buhmann & Sohn) und morgen Abend in Berlin (Gretchen). Morgen Abend sogar mit fastmusic on top! Also als Support-Act!
Das wird fun in the church!

Zustände

Kaum sind wir zurück aus dem Urlaub, gibt es gleich wieder jede Menge Polit-News und Memes zu verarbeiten: Selenskyj trägt einen Anzug, Meloni verdreht die Augen und Putin zuckt unkontrolliert mit dem linken Bein. Frau Klöckner kämpft weiter entschlossen gegen uns linksversiffte (Medien-)Menschen und Jens Spahn dürfen wir weiter jeden Tag als den ungekrönten Aussitzkönig bewundern.
Laut Quantenmechanik gibt es ja nicht nur die Zustände 0 oder 1, sondern auch „vielleicht“. Um jetzt hier auch endlich auch mal die Doors zu zitieren: Vielleicht ist alles nur ein Traum! Tja, aber eben nur vielleicht.

Shapeshifter und Staatsakt Sommertips

Die neue Stefanie Schrank Single einlegen und unmittelbar und sofort shapeshiften! Eine Verwandlung ist jederzeit möglich. Das gilt nicht nur für Harry Potter! Und schon heute auf das neue Schrank-Album im September freuen. Gemeinsam wollen wir uns in den nächsten Wochen mit Euch dorthin verwandeln.

Front und Träume

Während in den Medien gerade immer wieder die Realität mit dem „Project 2025“ abgeglichen wird, also dem vorab veröffentlichten politischen Fahrplan der aktuellen Trump-Administration, dessen Existenz Trump im Wahlkampf selbstverständlich noch leugnete, fragt sich der eher links aufgestellte Kulturmensch zur Zeit, wovon man in so einer verlogenen Welt eigentlich noch träumen kann.
Wenn deutsche Politiker:innen sich in Talkshows damit rühmen, dass es doch ein Zeichen einer funktionierenden Demokratie sei, dass man überhaupt noch miteinander rede nach einem so harten, ebenfalls verlogenen Wahlkampf, möchte man schon fast eine Kerze für unsere neue Arbeitskoalition anzünden. Ja, möge das viele Geld, dass ja auch schon wieder nicht reichen wird, etwas nützen. Ja, geht bitte mit Gott, denn Gott hat ein unendlich großes Sondervermögen für uns:
Die Liebe.

Zeitschleife

Welches Jahr schreiben wir eigentlich gerade? Wir scheinen alle in einer Art Zeit-Loop gefangen. Friedrich Merz will Kanzler werden und Die Ärzte grinsen nach wie vor frech vom Musikexpress-Cover. Die beste Band der Welt! Nee, klar. Schon verstanden.
Wir haben die Zeitschleife noch etwas weiter gedreht und präsentieren euch heute ein neues Lied von Kurt Tucholsky! Was? Der Kurt Tucholsky? Ja, genau. Sein neuer Song Zuckerbrot & Peitsche wurde nicht etwa von einer KI generiert, sondern von Robert Stadlober gesungen und komponiert. Denn der Liedtext war ursprünglich nur ein Gedicht.

Hausmusik

Mein Großvater war Fliesenleger, mein Vater war Fliesenleger. Der Geruch von Speis (nicht spice) ist mir seit dem Kleinkindalter vertraut. Sowie der Sound der Speismaschine.
Ich bin in einer Neubausiedlung Nähe der holländischen Grenze aufgewachsen. Dort wurde eigentlich ständig gebaut: Einfamilienhäuser. Doppelhaushälften. Die Straßen geteert, die Gärten eingezäunt. Gespielt habe ich mit den Nachbarkindern am liebsten in Rohbauten und den davor aufgeschütteten Sandbergen.
So hat mich das Bauwesen am Ende sicher mehr geprägt als die Landwirtschaft, obwohl die westfälische Heimat ursprünglich mal eine Bauerngegend war.