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Hausmusik

Mein Großvater war Fliesenleger, mein Vater war Fliesenleger. Der Geruch von Speis (nicht spice) ist mir seit dem Kleinkindalter vertraut. Sowie der Sound der Speismaschine.
Ich bin in einer Neubausiedlung Nähe der holländischen Grenze aufgewachsen. Dort wurde eigentlich ständig gebaut: Einfamilienhäuser. Doppelhaushälften. Die Straßen geteert, die Gärten eingezäunt. Gespielt habe ich mit den Nachbarkindern am liebsten in Rohbauten und den davor aufgeschütteten Sandbergen.
So hat mich das Bauwesen am Ende sicher mehr geprägt als die Landwirtschaft, obwohl die westfälische Heimat ursprünglich mal eine Bauerngegend war.

Hudey Hudey Dem Dem

Wir haben etwas Musik mitgebracht, die durchaus andockfähig ist, was feministische Diskurse angeht. Wobei es in diesen Songs vor allem um Beziehungsfragen und Ängste geht. Aber aus weiblicher Sicht erzählt. Mit Ausnahme von NITSCH am Ende, da geht’s eher um toxische Männlichkeit und Macho-Attitüde. Aber genau die macht diesen Tag heute ja so unverzichtbar! Vor allem die aus der ganzen Macho-Scheiße über Jahrtausende gewachsenen, immer noch real existierenden schreienden Ungerechtigkeiten: Wir denken an unbezahlte oder schlecht bezahlte Care-Arbeit, an Gewalt gegen Frauen, an permanente Unterdrückung, an ungleiche Karrierechancen oder an die in der Prekarität lebenden alleinerziehenden Frauen.

Do you love me when I’m dead?

Hier geht es schon wieder munter weiter: „Heavy duty, let’s work“. Ein typischer 90er Claim auf den T-Shirts von der Stange, die heute im Vintage-Laden locker 40 Euro kosten! Wir haben gleich zu Beginn dieses Letters noch einen viel schöneren Claim für Euch: Do you love me when I’m dead? Coming-Of-Age Herzschmerz-Wahnsinn im 90th Indierock-Style aus dem Ruhrgebiet! Hier kommt EAT THEM, meine Damen und Herren. Dahinter steckt der Musiker Johannes Hochmann, der bis zum heutigen Tag schon mehr als 20 Alben im Alleingang aufgenommen hat. Und keine Boomer-Angst, Johannes ist gerade mal Mitte 20, und hat schon im Alter von 14 angefangen Musik aufzunehmen, die er dann für seine Oma auf CDs gebrannt hat. Wenig später dann der eigene Bandcamp-Account. Nun erscheint im Juni eine Art Best-Of-Collection aus den ersten 10 Jahren seines kreativen Schaffens: EAT THEM ALL!

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