Die alltägliche FRONT

Während die einen Bilder vom Bruce Springsteen und seiner E-Street-Band aus dem Olympiastadion in Berlin posten, senden die anderen Brian Wilson Kondolenzen oder Fotos von Sabrina Carpenter als Hund.
Dazwischen die täglichen Gaza-Verzweiflungs-Beiträge mit grausamen Bildern, das „Gummigeschoss auf eine australische Reporterin in LA“- Meme und neueste Nicht-Erkenntnisse aus Graz. Ja, wie konnte das alles nur passieren?! Ja, wie…. Schrecklich!
Die Ukraine erlebt nach ihrer erfolgreichen Militäraktion von neulich die schwersten Gegenangriffe und ein namhafter Teil der SPD hat nun ganz offiziell keinen Bock mehr auf Aufrüstung und Krieg und möchte lieber wieder den Dialog mit Putin suchen.

Vor über 40 Jahren gab sich eine Band aus Hamburg den Namen FRONT, und verarbeitete in ihrer Musik den Wahnsinn ihrer Zeit. Damals war der Krieg zwischen West und Ost zwar noch kalt, aber nicht weniger bedrohlich.

Front und Träume

Während in den Medien gerade immer wieder die Realität mit dem „Project 2025“ abgeglichen wird, also dem vorab veröffentlichten politischen Fahrplan der aktuellen Trump-Administration, dessen Existenz Trump im Wahlkampf selbstverständlich noch leugnete, fragt sich der eher links aufgestellte Kulturmensch zur Zeit, wovon man in so einer verlogenen Welt eigentlich noch träumen kann.
Wenn deutsche Politiker:innen sich in Talkshows damit rühmen, dass es doch ein Zeichen einer funktionierenden Demokratie sei, dass man überhaupt noch miteinander rede nach einem so harten, ebenfalls verlogenen Wahlkampf, möchte man schon fast eine Kerze für unsere neue Arbeitskoalition anzünden. Ja, möge das viele Geld, dass ja auch schon wieder nicht reichen wird, etwas nützen. Ja, geht bitte mit Gott, denn Gott hat ein unendlich großes Sondervermögen für uns:
Die Liebe.

Like a Polaroid picture

Es gibt aktuell wohl kein fiktives Unterhaltungsformat, das mit den täglichen Meldungen und Bewegtbildern aus dem weißen Haus mithalten kann. Ein Drama, ein Polit-Thriller und eine unfassliche Real-Satire in einem.

Das bewusst Anti-Intellektuelle, Mafia-Gang-mäßige, Macho-hafte, brutale wie skrupellose herrschaftliche Auftreten von Trump & Co. nimmt gerade jeden Tag so viel Raum ein, das eine neue Pop-Single eines Indiesternchens aus deutschen Landen ungefähr den Neuigkeitswert einer Werbe-Anzeige eines Produkts aus dem Hause Rügenwalder im kostenlosen Wochenblättchen hat.
Ja, genau: Das Veggieschnitzel diese Woche nur 2,90 Euro! Dabei explodieren gerade an anderer Stelle die Rindfleischpreise! Und zack! Da ist sie auch schon wieder. Die Forderung nach einer Dönerpreisbremse! Zugegeben: Das hat schon etwas mehr Punch…