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Liebe, Business und Demokratie

Wir könnten jetzt kilometerlange Texte über Jens Spahn, dem Maskenmann des Kapitals schreiben, über andere Dealmaker und Dealbreaker dieser Welt, über die Sommer-Stürme in Berlin oder über das Business-Modell NATO, ohne jetzt gleich schon wieder ein Putin-Versteher zu sein, versteht sich!
Aber wir schreiben lieber über neue Musik, denn es ist am Ende das einzige, wofür wir auch bezahlt werden.

Ich hab Angst so

Pauls-Jets-by-Natalie-Grebe

Den Anfang machen PAULS JETS, die heute mit dem vielleicht längsten Songtitel des Jahres auftrumpfen: Ich habe Angst so ohne dich kann ich nicht leben oder kann ich doch ich glaub schon aber schön ists nicht. Der Titel ist jedenfalls so lang, dass er mit dem Bandnamen zusammen nicht in die You-Tube-Titel-Beschreibung passt.
Der Song ist sehr toller Britpop aus Wien mit extra schmissigem La-La-La-Mitsingteil am Ende des Songs. Songwriter Paul Buschnegg bleibt ein absurdes Ausnahmetalent was die Schnittstelle von Alltagspoesie und Metaphysik angeht!
Unsere Praktikantin Lili Koech hat ein tolles Lyrik-Video zum Lied gebastelt.
Hier ihre Gedanken zu ihrer Arbeit:

„Das Video zu dem Song „Ich habe Angst so ohne dich kann ich nicht leben oder kann ich doch ich glaub schon aber schön ists nicht“ ist genau wie der Text eine Wiederholung von Routinen und Gedanken.

Mit diesem Song veröffentlichen die Jets eine neue Single, die für mich das Gefühl von Einsamkeit inmitten eines lebendigen Alltags einfängt.

Der Text von Paul Buschnegg ist eine diffuse Mischung aus dem Wunsch nach Zweisamkeit und der Einsamkeit danach. Zwischen U-Bahn-Fahrten, endlosen Social-Media-Schleifen und dem Alleinsein nach einer Trennung, erzählt der Song von einer Sehnsucht nach Nähe und gleichzeitig dem Versuch, mit dem Alleinsein klarzukommen. Die Tage nach einer solchen Trennung bestehen bekanntlich aus Schlaflosigkeit, sinnlos erscheinenden Routinen und einer großen Leere, die kaum benannt werden kann…“

Danke liebe Lilli!

Das neue Pauls Jets Album – ihr bereits viertes – erscheint im Oktober. Es gibt sie also doch noch, die guten Neuigkeiten!


Die Demokratie

Ozan-Ata-Canani-by-Nadine-Heller-Menzel

Speaking Of: Bereits letzten Freitag erschien das zweite Studio-Album von Ozan Ata Canani: Die Demokratie. Von Locas in Love über RENU bis Jerome Bugnon, Richard Koch, Philip Gropper oder SINEM reicht die Liste der Mitwirkenden auf diesem Album. Das Vinyl gibt es leider erst ab dem 11.07. Dafür aber im luxuriösen Gatefold-Cover mit bedruckten Innenhüllen, einem Obi Strip und sehr guten Liner-Notes von Jens Balzer. Nochmal endlosen Dank an all die beteiligten Musiker:innen und Beteiligten!

Hier das Video zum Titeltrack von Fabian Podeszwa mit Atas neuer Band, die so wie das neue Album heißt: DIE DEMOKRATIE.


𝑏𝑢𝑠𝑖𝑛𝑒𝑠𝑠

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Von der Demokratie direkt hinein in den Superspace. Hier hat der Schreiber dieser Zeilen zusammen mit Tom „Der Assistent“ Hessler ein Album produziert, das heute erscheint und auch so heißt: SUPERSPACE. Als Vinyl im leuchtenden Hologram-Cover! Auch hierzu hat unsere fleißige wie talentierte Praktikantin Lilli ein Video angefertigt. Und zwar zu dem Song Superspace Business. Es war schließlich ein Betriebspraktikum. Lilli beschreibt ihre Arbeit wie folgt:

„Ungefähr so fühlt sich 2025 für mich bisher an: Musk und Zuckerberg tauschen Crypto Währung im Weltall aus – A.I oder Realität? Die Grenzen verschwimmen, alles wirkt gleichzeitig so echt wie generiert. Genau dieses Gefühl, diesen paradoxen Zustand unserer Gegenwart, versucht mein Musikvideo zu „Superspace Business“ einzufangen.

Eine Mischung aus künstlicher Intelligenz, Kapitalismus, Raumfahrtfantasien und digitalem “Fortschritt“. KI-generierte Bilder von Business CEO’s, zusammen geschnitten mit Aufnahmen von Geld, Drohnen, Raketenstarts und außerirdischen Lebensformen. Dazwischen tauchen Szenen aus alten Videospielen und Tanzvideos der 70er Jahre auf. Inhalte unserer digitalen Vergangenheit mit der Sehnsucht nach einer Zeit, nach der so viele von uns in der Gegenwart streben. Alles wirkt wie ein Traum über eine Zukunft, die längst begonnen hat.

„Superspace Business“ spielt mit der Ästhetik des digitalen Wahnsinns. Alles ist zu viel, alles ist schnell, alles will Aufmerksamkeit. Der ständige Fluss aus Daten, Bildern, Clips. Zu viel und zu fesselnd zugleich.
Zwischen Algorithmen und absurder Contentflut entsteht ein Gefühl, das sich schwer benennen lässt, aber inzwischen so gut wie jeder kennt: Die Welt ein Stream ohne Ende.
Und mittendrin wir als Zuschauerinnen, Userinnen, Marken, Avatare. Menschen?

Künstliche Intelligenz, ChatGPT, Deepfakes, Metaversen, Überwachung, Automatisierung und Selfbranding sind längst keine Fremdwörter mehr.

Ein Daten- und Contentstrom ohne Ende, ein Beschallung ohne Pause.

Inmitten dieses digitalen Overloads steht die Frage: Was ist noch real? Was ist künstlich generiert? Und vor allem: Wie fühlt sich das eigentlich an, wenn die eigene Lebensrealität plötzlich aussieht und sich anfühlt wie ein retrofuturistischer Werbespot?

Meine Videoarbeit ist der Versuch, dieses verwirrende Gefühl unserer Zeit zu greifen. Vielleicht auch eine Art Spiegel. Zwischen Überforderung und Faszination, zwischen Kontrollverlust und neuen Möglichkeiten.

Ab heute hier anschauen. Und versuchen, die Realität wiederzufinden.“

Noch einmal: Vielen Dank, liebe Lilli! Wir sind fest überzeugt, dass Du Deinen Weg irgendwo in diesem unendlichen Möglichkeitsraum finden wirst! Dafür wünschen wir Dir für die Zukunft alles Gute! Danke für Deinen tollen Einsatz in den letzten Monaten! Wir werden Dich vermissen!

Und für Euch Leser:innen da draußen: Last gerne ein paar Likes da, vielleicht auch einen beherzten Kommentar und vergesst in all dieser Informationsflut nicht, den Kauf-Button für unsere Produkte zu suchen und ihn kräftig zu drücken.

Glaubt fest an die Liebe, die Demokratie und kriegt das mit dem Business auch immer irgendwie hin:

Euer Staatsakt.