Schlendern wie die Libellen

Na, heute schon nachgeschaut, ob „die da in Berlin wieder weiterverhandeln“?! Und Texte der Wut und Empörung reingezogen?!
Eigentlich sollten wir uns nach Bärbel Bas’ Rücktritt erstmal alle wieder etwas beruhigen, was die Betriebstemperatur angeht, aber so läuft das eben. „Ragebait“ ist nicht umsonst Jugendwort des Jahres geworden. Obwohl alle fest mit „Six Seven“ gerechnet hatten. Ja, normalerweise schlägt die Gagaabteilung beim Jugendwort doch immer alles! iBims. Leider geil. Usw.

Aber selbst beim Jugendwort des Jahres ist inzwischen eine allgemeine Panikmache zu spüren. Vielleicht braucht es künftig wieder so etwas wie einen Sonntagsgottesdienst, bei dem den gemeinen Bürger:innen die Leviten gelesen werden und man dann gemeinsam im Chor anstimmt. Und zwar mit den Menschen, die man gestern noch in die Pfanne gehauen hat. Es müssten allerdings inzwischen Global-Village-Bubble-Chöre sein, die gemeinsam die Lieder rausschmettern. Und es wäre ja wichtig, dass die Menschen an einem Ort zusammenkommen.

Schiff Ohne Kapitän

Seit Tagen schon herrscht große Aufregung in unserem Büro: Eine neue Schorsch Kamerun Single. Auf Staatsakt. Und dann auch noch eine, die explizit gegen Krieg ist!
Ja, habt ihr denn den Schuss nicht gehört? Was soll das jetzt? Der Soundtrack für die neue Wagenknecht-Partei, oder was? Ihr verpeilten Putin-Versteher! (Hören wir die Leute sagen!)
Fürwahr: Nichts fühlt sich am Ende diesen Jahres verbotener an, als gegen Krieg zu sein.
Gegen das massive Aufrüsten, gegen den erstarkenden Kriegsapparat und gegen die zermürbenden Strategien unserer Chefstrateg:innen.